Extrem sensibler Spannungsmesser

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  • EXTREME PARAMETER: Ein Projekt, an dem wir den geringsten Anteil haben
  • WIRKUNGSBEREICH: Forschung und Entwicklung
  • WIRTSCHAFTSBEREICH: Wissenschaft und Forschung
  • KUNDE: Fyzikálny ústav SAV (Physikalisches Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften)
  • PROJEKTLEITER: Ing. Vladislav Valent

Da alle Mitarbeiter von ANDIS ursprünglich Mitarbeiter der heutigen FEI STU (Fakultät für Elektrotechnik und Informatik - Slowakische Technische Universität) sind, haben wir uns nie wissenschaftlich-technischen Projekten entzogen, gerade umgekehrt - jede Rückkehr auf den akademischen Boden war für uns eine willkommene Änderung unseres Lebensrhythmus, eine Gelegenheit zum Abstauben von alten Erinnerungen und gleichzeitig eine Quelle von neuen Informationen und eine Herausforderung, etwas „Außergewöhnliches“ zu schaffen.

Und so war es auch in diesem Fall. Träger des Projekts war das Physikalische Institut der SAV, zur Zusammenarbeit wurden gerade wir dank unserer Offenheit gegenüber der akademischen Welt eingeladen, in der noch heute die physikalischen Gesetze gelten.

Das ganze Projekt dauerte einige Jahre, wir hatten die Möglichkeit, mit diesem spitzenmäßigen wissenschaftlichen Institut bis zu dessen finalen Teil zusammenzuarbeiten. Die Mitarbeiter der SAV entwickelten lange Jahre ein spezielles magnetisches Material, welches durch seine Eigenschaften wortwörtlich beispiellose Horizonte für neue technische Anwendungen eröffnete. Jeder, der in der Grundlagenforschung gearbeitet hat, egal in welchem Zweig der Wissenschaft, weiß wie anspruchsvoll es ist, etwas auszudenken, was noch niemand vorher ausgedacht hat und nachfolgend für ein solches wertvolles theoretisches Ergebnis auch eine nützliche praktische Anwendung zu finden.

Dem Physikalischen Institut der SAV ist es gelungen. Das sich erinnernde magnetische Material hatte wirklich außergewöhnliche Eigenschaften und sie konnten diese Eigenschaften nicht nur entdecken und mit Formeln beschreiben, sondern auch praktisch nutzen. Sie entwarfen einen Spannungssensor mit einer extremen Empfindlichkeit. Das Ziel war sehr ambitioniert - ein Sensor mit Abmessungen von ungefähr 10 Zentimetern, angeschraubt an die Innenwand eines Tunnels oder die Konstruktion einer Brücke, sollte Mikroverschiebungen registrieren, die durch Bewegungen der oberen Teile der Erdkruste, der Alterung der Betonwand oder der Ermüdung einer riesigen Eisenbahnkonstruktion verursacht wurden. Die langfristige Messung und Auswertung der Mikroverschiebungen könnte es ermöglichen, die „Entwicklung“ dieser nicht lebenden Giganten zu verfolgen, verdeckte technische Fehler zu enthüllen und mögliche Folgen zu vermeiden.

Zur Illustration der Empfindlichkeit eines solchen Sensors stellen Sie sich die nachfolgende Demonstration vor: auf einem Tisch ist in der waagrechten Position mit einem Ende eine Stahlkonsole mit einem Querschnitt von ungefähr 1 x 5 cm befestigt, die Länge nehmen wir mit 20 cm an. An der Seite der Konsole ist ein Spannungssensor mit der entsprechenden Elektronik und einem Auswertungssystem befestigt. Wenn Sie dann eine gewöhnliche Visitenkarte auf diese Stahlkonstruktion legen, wissen Sie, was passiert? Das ist wohl klar! Sie biegt sich! Jedenfalls biegt sie sich so, dass der Spannungssensor das zuverlässig registriert.

An diesem Projekt haben auch wir teilgenommen und wir haben mit unserem kleinen Werk zu dessen Realisierung beigetragen. Aber die Bewunderung verdienen die Mitarbeiter der SAV - eine Visitenkarte zu sehen, wie sie eine Stahlkonstruktion verbiegt, das war wirklich ein Erlebnis.

 

Technische Informationen über das Projekt

 

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